IBAN & BIC berechnen und prüfen

Berechnen Sie Ihre IBAN aus Kontonummer und Bankleitzahl oder prüfen Sie eine bestehende IBAN auf Richtigkeit – schnell, kostenlos und verständlich erklärt.

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Was ist eine IBAN – und wozu brauche ich sie?

Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine standardisierte Kontonummer, die seit der SEPA-Einführung im europäischen Zahlungsverkehr verpflichtend ist. Sie ersetzt die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) – enthält aber genau diese Informationen, nur in einem einheitlichen Format verpackt.

Wer eine Überweisung tätigt, einen Dauerauftrag einrichtet oder sein Konto für ein Lastschriftmandat angibt, braucht immer eine gültige IBAN. Banken lehnen fehlerhafte IBANs automatisch ab – daher lohnt sich eine kurze Prüfung, bevor man wichtige Zahlungsdaten weitergibt.

Aufbau der deutschen IBAN

Eine deutsche IBAN ist immer 22 Zeichen lang und folgt einem festen Schema:

Aufbau einer 22-stelligen IBAN in Deutschland
PositionInhaltBeispiel
1–2LänderkennzeichenDE
3–4Prüfziffer (2 Stellen)89
5–12Bankleitzahl (8 Stellen)37040044
13–22Kontonummer (10 Stellen, ggf. mit führenden Nullen)0532013000

Die Prüfziffer ist kein Zufallswert – sie wird nach einem festgelegten mathematischen Verfahren (Modulo-97) berechnet und ermöglicht es, Tippfehler in der IBAN zu erkennen, bevor die Zahlung ausgeführt wird.

So wird die IBAN berechnet

Der Rechner ermittelt Ihre IBAN in drei Schritten:

  • Kontonummer auffüllen: Die Kontonummer wird auf 10 Stellen gebracht, indem führende Nullen ergänzt werden.
  • Bankleitzahl voranstellen: BLZ und aufgefüllte Kontonummer werden zusammengesetzt.
  • Prüfziffer berechnen: Aus der Kombination von Bankdaten, Länderkennzeichen und einem Platzhalter wird per Modulo-97-Verfahren die zweistellige Prüfziffer errechnet.

Das Ergebnis ist Ihre vollständige IBAN. Sie müssen diese Schritte nicht selbst durchführen – der Rechner übernimmt das automatisch.

Was ist der BIC – und wann brauche ich ihn?

Der BIC (Bank Identifier Code) identifiziert die Bank selbst, nicht das Konto. Er wird auch als SWIFT-Code bezeichnet und ist vor allem bei internationalen Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums erforderlich.

Innerhalb Deutschlands und im SEPA-Raum (europäische Länder sowie einige weitere Staaten) ist der BIC bei Überweisungen zwischen Privatpersonen seit 2016 nicht mehr zwingend notwendig – die IBAN allein reicht aus. Für Auslandsüberweisungen in Länder außerhalb von SEPA wird der BIC jedoch weiterhin benötigt.

Ein BIC setzt sich wie folgt zusammen:

  • 4 Buchstaben: Bankcode (z. B. COBA für die Commerzbank)
  • 2 Buchstaben: Länderkennzeichen (z. B. DE für Deutschland)
  • 2 Zeichen: Ortskennung
  • 3 Zeichen (optional): Filialkennung

Häufige Fehler beim Eingeben der IBAN

Die meisten IBAN-Fehler passieren bei der manuellen Eingabe. Typische Stolperstellen:

  • Kontonummer hat weniger als 10 Stellen und wird nicht aufgefüllt
  • Bankleitzahl wurde falsch abgetippt oder verwechselt
  • Leerzeichen im falschen Format – die IBAN wird meist in Viererblöcken dargestellt (z. B. DE89 3704 0044 ...), enthält aber keine Leerzeichen, wenn sie elektronisch übermittelt wird
  • Alte Kontonummer verwechselt: Wer sein Konto noch aus der Zeit vor SEPA kennt, hat möglicherweise eine kürzere Nummer – diese muss korrekt aufgefüllt werden

Ein Validierungsrechner erkennt solche Fehler sofort und zeigt an, ob eine eingegebene IBAN formal korrekt ist.

IBAN prüfen: Was bedeutet „formal korrekt"?

Wenn eine IBAN die Prüfziffernberechnung besteht, bedeutet das: Die Zeichenfolge ist strukturell gültig. Es bedeutet nicht, dass das zugehörige Konto tatsächlich existiert oder aktiv ist. Eine formal korrekte IBAN kann trotzdem zu einem gesperrten oder nicht existierenden Konto gehören.

Für eine Überweisung reicht die formale Prüfung in der Regel aus – Banken prüfen die Kontoverfügbarkeit im Hintergrund beim Verarbeitungsschritt selbst.

Praktischer Hinweis

Wenn Sie Ihre IBAN nicht kennen oder unsicher sind, ob Sie die richtige Nummer verwenden: Die vollständige IBAN finden Sie auf Ihrem Kontoauszug, im Online-Banking-Portal Ihrer Bank oder auf Ihrer Girokarte. Alternativ können Sie sie mit diesem Rechner direkt aus Bankleitzahl und Kontonummer ermitteln.