Rendite-Rechner

Berechnen Sie die Rendite Ihrer Geldanlage – ob Tagesgeld, ETF oder Immobilie – und vergleichen Sie verschiedene Szenarien auf einen Blick.

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Ermitteln Sie die tatsächliche Jahresrendite (p.a.) Ihrer Geldanlage.

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Was ist Rendite – und warum lohnt sich die Berechnung?

Rendite ist das Maß dafür, wie viel eine Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital eingebracht hat. Sie wird in der Regel als Prozentsatz angegeben – bezogen auf ein Jahr. Wer sein Geld anlegt, will wissen: Hat sich das gelohnt? Und lohnt es sich mehr als eine Alternative?

Genau dabei hilft dieser Rendite-Rechner. Er zeigt, wie hoch die tatsächliche oder voraussichtliche Rendite einer Investition ist – verständlich, schnell und ohne komplizierte Formeln.

Die Formel hinter der Berechnung

Für eine einfache, einmalige Geldanlage ohne laufende Ein- oder Auszahlungen gilt:

Rendite (%) = (Endwert – Anfangswert) ÷ Anfangswert × 100

Beispiel: Sie investieren 5.000 Euro und erhalten nach einem Jahr 5.300 Euro zurück.

(5.300 – 5.000) ÷ 5.000 × 100 = 6 % Rendite

Sobald mehrere Jahre oder regelmäßige Einzahlungen ins Spiel kommen, wird eine annualisierte Rendite berechnet – also der durchschnittliche jährliche Ertrag über die gesamte Laufzeit. Das ist besonders beim Vergleich von Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit sinnvoll.

Was Sie eingeben können

Der Rechner funktioniert mit wenigen Angaben:

  • Anfangskapital: Der Betrag, den Sie investiert haben oder investieren möchten.
  • Endkapital oder Ertrag: Der Wert nach Ablauf der Anlage, oder der erzielte Gewinn.
  • Laufzeit: Wie viele Monate oder Jahre die Anlage läuft.
  • Regelmäßige Einzahlungen (optional): Zum Beispiel bei Sparplänen oder ETF-Besparungen.
  • Kosten und Gebühren (optional): Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge oder Transaktionskosten senken die Nettorendite.

Je vollständiger die Eingaben, desto aussagekräftiger das Ergebnis.

Beispiel: Sparplan über fünf Jahre

Angenommen, Sie zahlen monatlich 200 Euro in einen ETF-Sparplan ein. Nach fünf Jahren haben Sie insgesamt 12.000 Euro eingezahlt. Der Depotwert beträgt zu diesem Zeitpunkt 14.100 Euro.

KennzahlWert
Eingezahltes Kapital12.000 €
Endwert nach 5 Jahren14.100 €
Gewinn2.100 €
Durchschnittliche Jahresrenditeca. 6,4 % p. a.

Hinweis: Diese Zahlen sind ein frei gewähltes Beispiel. Tatsächliche Ergebnisse hängen von der Wertentwicklung der jeweiligen Anlage ab.

Die Abkürzung p. a. steht für „per annum" – also pro Jahr. Sie begegnet Ihnen bei fast allen Renditeangaben.

Bruttorendite vs. Nettorendite: Ein wichtiger Unterschied

Viele Anleger übersehen, dass die Rendite vor Kosten und Steuern oft deutlich besser aussieht als das, was tatsächlich ankommt.

Die Bruttorendite zeigt den Ertrag ohne Abzüge. Die Nettorendite berücksichtigt Gebühren, Steuern (z. B. Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge) und Inflation.

Gerade bei langfristigen Anlagen macht der Unterschied viel aus. Ein Fonds mit 1,5 % jährlicher Verwaltungsgebühr kostet über 20 Jahre einen erheblichen Teil des Ertrags. Der Rechner kann Kosten optional einrechnen – so sehen Sie die realistische Nettorendite.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

Renditen lassen sich nur sinnvoll vergleichen, wenn die Rahmenbedingungen ähnlich sind. Einige Punkte, die beim Vergleich eine Rolle spielen:

  • Anlagedauer: Eine Anlage mit 8 % über zwei Jahre ist nicht automatisch besser als eine mit 5 % über zehn Jahre.
  • Risiko: Höhere Renditen gehen in der Regel mit höherem Risiko einher. Vergangene Erträge sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Entwicklungen.
  • Kosten: Zwei Anlagen mit gleicher Bruttorendite können sich netto erheblich unterscheiden.
  • Steuern: Je nach Anlageform und persönlicher Situation fällt die Steuerbelastung unterschiedlich aus.

Der Rendite-Rechner ist ein gutes Werkzeug für erste Vergleiche. Für komplexe Anlageentscheidungen empfiehlt sich ergänzend die Beratung durch eine unabhängige Finanzfachkraft.

Häufige Missverständnisse

  • „Eine hohe Rendite bedeutet immer eine gute Anlage." Nicht zwingend. Ohne Blick auf Risiko, Kosten und Laufzeit ist eine Renditezahl allein wenig aussagekräftig.
  • „Ich muss den Zinseszinseffekt manuell berechnen." Nein – der Rechner übernimmt das automatisch. Gerade bei langen Laufzeiten ist der Zinseszinseffekt erheblich: Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften selbst weitere Erträge.
  • „5 % Rendite sind immer gut." Das hängt vom Marktumfeld ab. Bei hoher Inflation kann eine nominale Rendite von 5 % real – also nach Abzug der Geldentwertung – deutlich geringer ausfallen oder sogar negativ sein.