ENTNAHMEPLAN

Entnahmeplan-Rechner

Berechnen Sie, wie lange Ihr Kapital bei regelmäßigen Entnahmen reicht oder welche Entnahme für eine gewünschte Laufzeit möglich ist – inklusive Rendite und optionaler Planannahmen.

Plandaten

Planen Sie Laufzeit oder regelmäßige Entnahme Ihres Kapitals.

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Weitere AnnahmenRestkapital, Dynamik, Intervall
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Entnahmeplan-Rechner: Wie lange reicht mein Kapital?

Wer über Jahre Vermögen aufgebaut hat, möchte häufig wissen, wie lange das Kapital bei regelmäßigen Auszahlungen reicht. Das ist besonders für einen Auszahlplan im Ruhestand, eine frühere Rente oder eine längere Auszeit relevant.

Der Entnahmeplan-Rechner berechnet je nach gewähltem Modus entweder die mögliche Laufzeit oder die regelmäßige Entnahme. Dabei wird berücksichtigt, dass das verbleibende Kapital während der Entnahmephase weiterhin eine angenommene Rendite erzielen kann.

Was ist ein Entnahmeplan?

Ein Entnahmeplan ist die strukturierte, regelmäßige Auszahlung aus einem vorhandenen Kapitalvermögen. Im Gegensatz zu einer einmaligen Auszahlung fließt das Geld in gleichmäßigen Raten – monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Das verbleibende Kapital bleibt investiert und erwirtschaftet weiterhin Erträge.

Entnahmepläne werden häufig in der Rentenphase genutzt, um die gesetzliche Rente aufzustocken. Aber auch Menschen, die früher in Rente gehen möchten oder eine längere Auszeit planen, können von einem durchdachten Entnahmeplan profitieren.

Diese Angaben benötigt der Entnahmeplan-Rechner

Für die Grundberechnung sind – abhängig vom gewählten Modus – drei zentrale Angaben erforderlich:

  • Startkapital: Das Kapital, das zu Beginn des Entnahmeplans zur Verfügung steht.
  • Entnahme oder Laufzeit: Im Modus „Laufzeit berechnen“ geben Sie die gewünschte regelmäßige Entnahme an. Im Modus „Entnahme berechnen“ legen Sie die gewünschte Laufzeit fest.
  • Rendite (p.a.): Die angenommene jährliche Rendite des verbleibenden Kapitals während der Entnahmephase.

Unter „Weitere Annahmen“ können – sofern benötigt – beispielsweise Restkapital, Entnahmeintervall oder eine Anpassung der Entnahme berücksichtigt werden.

Wer keine Rendite erwartet oder das Geld auf einem unverzinsten Konto hält, gibt einfach 0 % ein.

Beispiel: Entnahmeplan mit 200.000 Euro über 30 Jahre

Angenommen, es stehen 200.000 Euro zur Verfügung und das Kapital soll über 30 Jahre entnommen werden. Während der Entnahmephase wird eine konstante durchschnittliche Rendite von 3 % p.a. angenommen.

EingabeWert
Startkapital200.000 €
Geplante Laufzeit30 Jahre
Rendite (p.a.)3 %
Mögliche monatliche Entnahme838,85 €

Bei 0 % Rendite wären bei gleicher Laufzeit rund 556 € pro Monat möglich. Die Differenz zeigt, welchen Einfluss die angenommene Rendite auf die mögliche Entnahme haben kann.

Hinweis: Die Berechnung arbeitet mit einer konstanten angenommenen Rendite. Tatsächliche Kapitalmarkt-Renditen schwanken, sodass die reale Entwicklung vom Rechenergebnis abweichen kann.

Was passiert, wenn das Kapital aufgebraucht ist?

Bei einem klassischen Entnahmeplan ist vorgesehen, dass das Kapital am Ende vollständig verbraucht wird. Das ist kein Fehler, sondern bewusste Planung. Wer dagegen etwas vererben oder als Reserve behalten möchte, gibt einen Restwert als Ziel an.

Wer am Ende eine Reserve oder einen bestimmten Betrag erhalten möchte, kann unter den weiteren Annahmen ein gewünschtes Restkapital berücksichtigen. Eine höhere Zielreserve reduziert bei ansonsten gleichen Annahmen die mögliche Entnahme.

Häufige Denkfehler beim Entnahmeplan

  • „Ich teile einfach das Kapital durch die Monate" – das klingt logisch, unterschätzt aber die Wirkung der Verzinsung. Wer 120.000 Euro durch 240 Monate (20 Jahre) teilt, kommt auf 500 Euro regelmäßige Entnahme. Mit einer angenommenen Rendite von 4 % wären hingegen deutlich höhere Entnahmen möglich, weil das verbleibende Kapital weiter wächst.
  • „Die Rendite ist sicher" – Wer in Aktien oder ETFs investiert bleibt, profitiert langfristig oft von Wertzuwächsen, aber die jährliche Rendite schwankt. Ein guter Entnahmeplan sollte daher etwas Puffer einkalkulieren oder zumindest regelmäßig überprüft werden.

Entnahmeplan oder Rentenversicherung?

Eine private Rentenversicherung kann – abhängig vom Vertrag – lebenslange Rentenzahlungen vorsehen. Ein selbst gesteuerter Entnahmeplan ist dagegen an das vorhandene Kapital und die tatsächliche Wertentwicklung gebunden.

Ein wesentlicher Vorteil des Entnahmeplans: Das Kapital bleibt zunächst im eigenen Besitz und kann bei Bedarf flexibel angepasst oder sogar vorzeitig entnommen werden. Bei einer Rentenversicherung ist das in der Regel nicht möglich.

Worauf Sie beim Entnahmeplan achten sollten

  • Inflation kann die Kaufkraft der monatlichen Entnahme über die Jahre verringern.
  • Steuern auf Kapitalerträge können je nach Anlageform anfallen und sollten eingeplant werden.
  • Unvorhergesehene Ausgaben wie Pflegekosten sind schwer kalkulierbar.
  • Ein Pufferkapital außerhalb des Entnahmeplans gibt zusätzliche Sicherheit.

Der Rechner liefert eine wertvolle Planungsgrundlage – für individuelle Empfehlungen lohnt sich eine Beratung durch eine unabhängige Finanzfachkraft.